About Belotus

Grado

Es gab eine Zeit, in der man mir sagen wollte, was ich darf und was ich nicht darf. Das mag ich nicht. Ich mag es deswegen nicht, weil ich erwachsen bin und ich mich selbst am besten kenne. Es gab eine Zeit, in der ich das Meer nicht sehen durfte. Ich hatte es zu akzeptieren undnd ich verrate dir etwas: obwohl es mir verboten war, konnte ich es dennoch sehen, und zwar mit meinem inneren Auge.

Ligurien

Vor einigen Wochen bin ich aufgewacht und ich wusste, dass ich nach Ligurien muss. Warum ausgerechnet nach Ligurien? Ich weiß es nicht. Ich meine, ich liebe Italien aber das war nicht wirklich der Grund. Aber ich brauchte auch nicht wirklich einen Grund. Menschen, die mich kennen, wissen, dass sie meist keine Antwort auf eine Warum-Frage bekommen. Beim Frühstück erzählte ich meinem Mann, dass ich nach Ligurien muss. Er fragte nicht nach dem Warum, sondern: „Wann wollen wir fahren?“

Ich wollte ihm schreiben

Zu Weihnachten wollte ich ihm schreiben. Ich tat es nicht. Ein simples „Frohe Weihnachten“ wollte ich schreiben. Warum ich ihm überhaupt schreiben wollte? Weil er mir viel bedeutete. Ich konnte von ihm lernen und er hatte mir geholfen.

Losgehen

An einem Samstag Mitte Dezember um etwa 4.45 Uhr weckt mich unser Sohn. Er sagt: „Mama, steh auf, wir gehen runter in die Küche. Du musst mir wieder vom Nikolaus und vom Christkind erzählen.“ Am Abend zuvor als ich ihn zu Bett brachte, unterhielten wir uns bereits über die beiden. Ich erzählte ihm, dass der Nikolaus nun im Urlaub sei. Er müsse sich erholen. Nun sollte unser Gespräch weitergehen. Ich stehe auf. Ich bin Frühaufsteherin. Lange zu schlafen ist für mich Zeitverschwendung. Mein Mann bleibt heute aber noch liegen. Er ist müde. Dezember ist für ihn eine arbeitsreiche Zeit in der Firma. Schlaftrunken fragt er mich: „Wann geht’s bei dir heute los?“ Ich muss lachen und frage mich, ob er geträumt hat.

Lauf des Lebens

Die Schule war ein einfaches Spiel. Bis auf Deutsch. In der Oberstufe schaffte es mein Deutschprofessor mir stets eine andere Note als all die anderen Professoren zu geben. Die Deutschnote auf meinem Zeugnis sprang deshalb ins Auge.

Spiel des Lebens

Etwa eine halbe Stunde wohnte ich dem Theaterstück nun bei. Meine Freundin hatte mich mitgeschleppt. Sie wollte unbedingt zur im Anschluss stattfindenden Premierenfeier. Nun saß ich hier und konnte mit dem Stück nichts anfangen. Meine Laune war nicht die beste. Ich hatte in der vergangenen Nacht kaum geschlafen.

Paris

Sie schrieb oft über Paris allerdings war sie noch nie dort. Sie hatte es ihm erzählt. Er hatte gut zugehört und es sich gemerkt. Monate später überrascht er sie. Es ist Herbst und sie sind in Paris. Er kennt Paris in- und auswendig. Sie trägt ihren neuen schwarzen Mantel, ihre zierlichen Lederstiefel mit der mädchenhaften Schnürung. Dazu ein Barett in rot und roten Lippenstift. Für Paris hat sie sich schick gemacht. Sie beherrscht diese Kunst perfekt, sich in eine Stadt hineinzufühlen. Dies spiegelt sich dann in ihrem Kleidungsstil wider.

Windgeflüster

Im Frühling hatte sie mir geraten loszulassen. Ich konnte nicht, da ich nicht wollte. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht. Ich entschied mich dafür zu warten. Auf was, wusste ich nicht. Vielleicht auf dich oder auf den Impuls dich loszulassen. Ich beschloss gleichzeitig, es mir gut gehen zu lassen, und zwar in jeder Hinsicht. Ich wollte das Leben in vollen Zügen genießen und das machte ich auch.